Can we change (‚the‘) (non)fixed nature or „only“ its effects?

– Natural selection as a (rather, heuristically) top-down process.
– Humans (and potentially some/all/different living beings) can change (intentionally and nonintentionally) the outcome of the selection process. Humans did it by techn(olog)ical development and cultural evolution.

A question: Can we only change the effects of selection (and in general the effects of nature as a whole on life) — or can we change the selection process/the way nature is working, not only the outcomes/effects/consequences of this working/processes/characteristics of nature   ?

Müssen müssen und müssen

Das Wort ‚müssen‘ wird oft instrumentell zur Rechtfertigung für sich selbst und gegenüber Anderen gebraucht. Das Müssen müssen ist eine Behauptung, die zwei ungleiche Ebenen gleichsetzt:
a) Ich fühle in einer Situation (und/oder sage dies im Nachhinein), dass ich mich gezwungen sah–aus innerlichen, sozialen, natürlichen, sonstigen, Gründen–etwas tun.
b) Ich distanziere mich aber, ohne dies zu müssen, von meinem Handeln, welches aber unfrei, eigentlich gar kein Handeln, sondern maschinenartiges Ausführen war.

 

„Kein Mensch muß müssen.“

Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise -> Friedrich Schiller: Über das Erhabene.

Meine Hypothese: Das gemusste Müssen ist instrumentell. Die Instrumentalität ist nicht ohne Einflussfaktoren und Bedingungen, die sie ko-erzeugen. Eventuell muss man instrumentalisieren, aber man muss nicht müssen zu instrumentalisieren. Man muss es vielleicht nicht an sich, und man muss es nicht in jedem einzelnen Fall, als solchem. Für sich ja, aber dann ist es kein äußerlich festgelegtes Müssen mehr. Und es ist auch nicht mehr auf den Fall bezogen. Es ist dann das Abarbeiten verschiedener äußerer wie innerer Dränge. Aber keine konkrete Notwendigkeit.

Ein allgemeiner menschlicher Drang nach biologischer oder sozialer Bedürfniserfüllung könnte konstitutiv sein, bzw. ein Teil der menschlichen grundlegenden Konstitution sein. Aber es ist ein Fehlschluss (instrumentell – bewusst oder unbewusst), wenn von dieser Konstitution auf die konkrete Konstruktion und die konkreten Fälle geschlossen wird.

Ein Unterschied zwischen:
– multi-faktorieller Konstitution von Menschen und Handlungen, Strukturen und Prozessen etc.
– Und pseudo-deterministischer, instrumenteller, Rechtfertigung von Handlungen als Nicht-Handlungen.

Die Rechtfertigung selbst ist dabei möglicherweise weniger Handlung als die Handlung, die als Müssen, als Zwang/zwangsläufig, und damit als Nichthandlung, beschrieben werden soll.

Begriffliches Denken ist ein Instrument mit dem der Mensch sich der Welt zugleich entfremdet und bemächtigt.

Marc-Pierre Möll – Ist Aufklärung totalitär? Zur „Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer und Adorno.
In: Aufklärung und Kritik 02/2003.

Bezug auf u.a. Adorno, Horkheimer und Nietzsche.

Group constructions, horde mentality, human mental patterns, transcendence of group cages and drive to groups out of meaning-addiction

The ability and at the same time need, of social formation of groups made human beings the evolutionarily most ‘succesful’/widespread large animal.
At the same time it’s (exactly?/patternwise) this group formation and (socio-mental) formatting, which directs and drives humans against humans (at least human groups against human groups. Individualistically there would be differentiations too, but not group constructions as hierarchical in/out-corsets. As fixed frames of hierarchical role structures and a felt „reliability“ of group-internal ascriptions and ingroup/outgroup hierarchisation and delineation).
– The rather individualist and abstract organisation of modern society made modern technology and again society possible (maybe in an interacting relation/influence/something else). With this it made (possible) a longer average life-span of human beings.
– But it’s group thinking, constructing and acting out (symbolically, verbally, status-related, identity-constructing, acting in group formations and on behalf of groups etc.) which by construction(s) ‚fill‘, substitute or distract (in) this longer life-span with group „meaning“.

Gerechtigkeit ist höchstens wenn man sie nicht fixiert

Der Begriff der Gerechtigkeit kann kein ehrlicher (kein nichtwidersprüchlich verwendeter) Begriff sein. Nicht mal subjektiv. Objektiv auf jeden Fall undefinierbar und unkonzeptionalisierbar. Jeder praktische und jeder theoretisch auf die Praxis formulierte Gerechtigkeitsbegriff beruht auf selbstwiderlegenden partikularistischen Hierarchisierungen.

Der Gerechtigkeitsbegriff sollte also, wenn man keine Ideologie entwerfen oder reproduzieren will, als menschlich zeitlos auftretendes Phantasma und Phänomen verstanden werden. Aber weder als Orientierungs-Ideal (Idealismus, hier im Sinne von nach Idealen streben, ist aufgrund der Unobjektivierbarkeit von Idealen maximal ambivalent), noch als tatsächlich für erreichbar gehaltenes (und fixierbares etc.) Ziel.

Und auch für eine Prozess-Philosophie ist die „Gerechtigkeit“ ungeeignet, da sie meiner derzeitigen Einschätzung nach
– auch temporär nicht nichtselbstwidersprechend/nichtselbstwiderlegend existiert.
– Und auch nicht als nichtpartikulare* (im Fluss verortete oder als fließendes [metaphorisch: nicht partikelartiges] Phänomen verstehbare) Orientierung (als Ding an sich, oder als allgemein gelten könnendes Orientierungsphänomen für uns Menschen). Als meta-subjektive Orientierung in subjektiven oder (irgendwie) objektivierten Prozessen.

Sie kann also kein Regulativ sein, außer als (letzlich) willkürliche Setzung, die ihrerseits den Widerspruch und Widerstand gegen sich immer mitproduziert, und damit die Dauerschleife der (vielleicht dialektischen, aber vermutlich fortschrittslosen/zirkulären) sich gegenseitig ko-konstituierenden kontrastierten Gerechtigkeitsillusionen (als menschliches Phänomen und sozusagen Selbstzweck-Hobby) immer weiter reproduziert und wiederholt.

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* nichtpartikular hier in zwei Bedeutungsinterpretationen:
– Weder als nichtpartikularistischer=metasubjektiver Maßstab,
– noch als Nichtpartikel (als nicht strukturell fixiert/verortet, als Energie, oder als fluide Eigenschaft eines andauernden/sich bewegenden Prozesses).

In some way/influence/factor/etc.,
clearliness/truth-pretending one-sided and distorted constructions are hindering us to meet us on an individual–not fully pre-patterned and reductionistically ordered–level.
And this deliberately or non-consciously constructed clearliness (of prejudices, distorted and reduced complexity etc.) is at the same time probably a necessity of social coherence and group distinctions which make human social community life possible. And sadly also to a large extent the more abstract, a little plurality-enabling, societal life form.

strains, vessels/containers, the whole

Hypothesis:   There is a personal strain (or vessel/container etc.).
Let’s call it here: the individual human being.
Within the whole of existence (which is as such/as the ‚whole whole‘ inconceivable and not encompassable). Through this strain and vessel some things of existence go through. And get perceived, processed, interpreted. And come out of the individual/vessel as a (more or less the same or modified, redirected etc.) strain (again*). And, regarding different topics, moments, etc.: As a plurality of different strains. As acts of action and communication.

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* Come out again, in a causal-temporal picture, as a sequence of input and output.

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