Ein Ziel hätte kein Problem und keine Lösung. Es würde liegen (wenn es es gäbe) und liegt (als vorstellbares Existierendes) außerhalb des Hamsterrades von ‚Problem‘ und ‚Lösung‘.

Advertisements

Die Parallelität von z.B. Kontingenz und Determiniertheit.

In jedem Moment kann man sich vorstellen, dass alles auch anders sein könnte, — einzeln und in Fragmenten und als imaginäres ‚Ganzes‘.

In jedem Moment ist das Existierende. In jedem Moment — oder in jeder Moment-Interpretation und jeder sekundären Verknüpfung/Zusammenhangskonstruktion zwischen den singulären Momenten — sind die Projektionen und Interpretationen wie sie sind.

The holist ’side‘ of life interpretations

I’m currently (in my experience[s] and my interpretation[s]) not a Gaia_ist. ‚But‘ it can resound with me as an interesting idea/heuristic.

Das allgemeine menschliche Muster der Projektion und der Rest/die Unganzheit auch der stärksten Muster

Der Mensch (abstrakt-allgemein) hat eventuell und neben allem anderen eine Hassliebe zum Hass.

Eine Liebe zum “gerechtfertigten“ Hass. ‚Dafür gibt es‘ Ideologie (als gruppenbezogene Konstruktionen) und Weltbild (als Selbstkonstruktion und als persönliche Konstruktionen von der Welt). Sie stehen u.a. für die ‚Funktion‘ der Rechtfertigung der eigenen bösartigen Aspekte (Aspekte der Ich-Konstruktion und der ko-konstruierte Eigengruppe) und deren Um-Erzählung als gerechtfertigt – im Gegensatz zu den “ungerechtfertigten“ gleichen Aspekten bei ‚den anderen‘. Die Ideologie und das Weltbild erzählen die eigenen Abwertungen und Ausgrenzungen und Ent-Menschlichungen etc. mit pseudo-noblen “Gründen“ als gerechtfertigt um. (- Existenzialistischer Nichtganzheitsaspekt: Egal wie erfolgreich die Selbst-Täuschung ist, nichts in der Existenz ist ‚ganz‘. Daher bleibt immer auch mindestens ein kleiner Rest Gewissensbisse und Wahrnehmung der nach eigenem Maßstab eigentlich ebenso bösartigen eigenen Aspekte und ‚Handlungen‘).

Und einen Hass auf den “falschen“ Hass. Dieser wird meist auf ‚andere‘ projiziert. ‚Die Anderen‘ hätten den falschen Hass, während man selbst (der Konstruktion seines Selbst zuschreibend) nur den “gerechtfertigten“ Hass hätte. Den nennt man meistens auch nicht Hass, sondern wertet ihn um und auf. Mit hehreren und (pseudo-)moralischen Benennungen und Wertungs-Sprache.

Existenz- und ‚Welt‘-Erfahrung – Fahren durch/vorbei an den singulären Dingen und Bildern der Existenz und die Verknüpfung dieser Singularitäten zu Geschichten und Strukturierungen, Abläufen, Chronologien, Mustern, etc. – zu sekundären Konstruktionen.

Jedes Muster, das unsere Existenz- und Welt-Erfahrung verlässlich ordnet, stabilisiert, in gut/böse, besser/schlechter u.s.w. einteilt/bewertet/urteilt, und aus dem unser jeweiliges serialisiertes Weltbild und Ideologie aufgebaut ist. Welches uns eine partikulare Ordnung und einen Wertungsmaßstab gibt. – Welches die basal hierarchielose Existenz ent-kompliziert und ent-gleichheitlicht/mit Hierarchie ausstattet.

Jede dieser Musterungen und die jeweiligen daraus weiter-konstruierten/sekundär verganzheitlichten Weltbilder und Ideologien
sind eine von (existenzial-offen, struktural gegenseitig konstituierend/abhängig voneinander) allen Musterungen, Mustern und Weltbild-/Ideologie-Gebäuden.

Eine philosophisch grundlegende – im Alltag implizit angewandte und nicht angewandte – Erkenntnis ist:
Statistik und individuelle bzw. persönliche ‚Ebene‘ sind zwei voneinander basal unabhängige Phänomene/Existenzerfahrungen.

Als sekundäres ‚Zusammenhängendes‘ erfährt der Mensch die Existenz als ambivalent und immer mit dem Schrecken der Null/Nullsumme/Selbstaufhebung etc. mit dabei. – Dieser existenziale Schrecken tritt manchmal mehr oder weniger in den Vordergrund oder wird z.B. mit sekundären “Bewältigungsstrategien“ in den (abgründigen etc.) Hintergrund gedrängt.

Ein abstrakt-allgemeiner Aspekt des Menschen ‚weiß’/nimmt wahr, die Absurdität unserer Wertungs-Sucht. Dass wir ständig auf- und abwerten, aus der Gleichheit und Gleichberechtigung der Existenzialsituation sekundär-nichtobjektiv heraus-hierarchisieren müssen. (Dieser weltbildliche und ideologische Wertungs- und Hierarchisierungs-Zwang ist nicht alles, aber er ist ein starkes abstrakt-allgemeines Muster des Menschen). Wir müssen aus der Kontingenz (Kontingenz hier = es könnte alles auch anders gedeutet und sekundär an- und zu-geordnet, strukturiert und weltbildlich oder ideologisch ‚bewertet‘ werden) heraus ständig abwerten, aufwerten, ungleich behandeln, verschiedene Maßstäbe anlegen, u.s.w. Um unser jeweiliges (nie gänzlich stabiles, nie ohne es auskommbares) Weltbild und unsere Ideologie zu “legitimieren“ und stabil zu halten. Und um Anerkennung (defensiv) und Befolgung (offensiv) unserer jeweiligen Ideologie gegenüber anderen mit dem “guten Gewissen des Recht habens“ einfordern zu können (auch wenn wir parallel dazu an-wahrnehmen, dass sie das gleiche Recht bzw. Nichtrecht gegenüber uns haben).

Wir projizieren die Ambivalenz und Widersprüchlichkeit der Existenz bzw. unserer sekundären Existenzerfahrung (sekundär: jenseits der basalen Momente, denen Hierarchisierungen und Strukturierungen äußerlich sind)

auf ‚den‘ und ‚die‘ Anderen und ‚das‘ Andere.

Wir sind als Menschen sekundäre Kompositionen aus nichtganzen, nichtharmonischen, voneinander basal unabhängigen (kein harmonisches oder sonstwie abgeschlossenes ‚Ganzes‘ bildenden) Aspekten. – Diese Aspekte sind z.B. formulierbar als: zeitlose platonische Ideen oder Aspekte der (nicht konkret, nur abstrakt-offen als ‚ein Ganzes‘ zusammenfassbaren) Existenz,
die sich in sekundären Kompositionen/Zusammenfassungen wie dem Menschen, auf widersprüchliche, unauflösbare Weise, zeigen. In unterschiedlichen Konstellationen und sekundären ‚Proportionen’/Dominanzen, etc. – z.B. als Rollen, wie „Durchsetzer“, „Ausführender“, „Gewaltenteiler/Offenhalter“.
– Ein Durchsetzer versucht
— seine absoluten Projekte (Unternehmer, Künstler) durchzusetzen.
— oder relativisierte Ideologien, Weltbilder, etc. – die den Anderen zur abgeschlossenen (nicht mehr widerständigen, offenen) Figur der Herrschafts-Forderung und Kontroll-Wünsche seiner jeweiligen Ideologie machen/fixieren wollen

– Ein Gewaltenteiler versucht, die verschiedenen Widersprüche der Existenz nicht ideologisch-als-ob-‚eindeutig‘ in Herrschafts-Ordnungen/Hierarchien pseudo-aufzulösen/durchzusetzen, sondern Offenheit zu erhalten.

Ein Soziologe (oder in der Soziologismus-Logik), wenn er als Apologet des sekundären ‚Das gehört zusammen‘ auftritt, zum Beispiel in dialektischer oder dualistischer Form, sagt dazu:
– Der Durchsetzer setzt die Dinge durch, die eine Gesellschaft braucht oder dann zumindest hat und ohne Durchsetzen gäbe es sekundär nichts – keine serialisierten Konstruktionen, temporären Projekte, Wirtschaft, Kulturkonstruktionen, etc.
– Der Gewaltenteiler hat (erzählerisch und sozial-technisch) die Aufgabe/’Funktion‘, die zu einseitige Durchsetzung von Ideologien zu verhindern, oder zumindest ‚heilsam‘ zu kaschieren, so dass die Menschen ‚damit leben können‘. Und es nur ab und zu und nicht ständig Revolutionen oder Gesellschafts-Nichtmehr-Weiter-so gibt, weil sonst die Gesellschaft als (teleologisch aufgeladenes) ‚Ziel’/’Sinnprojekt‘ nicht funktionieren würde. Funktions-Ideologie.