Teile und das Ganze. Elemente-Beschreibung

Mal kontrastiv gegenübergestellt:

a) Die ‚Medien‘ – als soziales Element des Ganzen – reproduzieren (nur) das, was die (perspektivweise: ökonomischen oder kulturellen oder etc.) Strukturen (primär/letztlich nonintentional) „vorgeben“. „Strukturistisch“ interpretiert können die Strukturen als sozialsituationär bedingt und präterminiert gedeutet werden. Die „Eliten“ sind dabei in ihrer Grundsituation ebenfalls nonintentional in die Welt gestellte, eher repräsentative, Figuren der Situation ihrer ‚Zeit‘ bzw. der Grundstrukturen ihrer Gesellschaft.

b) Die Medien sind eher bewusste Akteure auf einem von Eliten-Akteuren eher bewusst gestalteten „Spielbrett“. Das Spielbrett sind die (in dieser Interpretation intentional geschaffenen [und damit auch weitreichend und willentlich veränderbaren]) Strukturen der Gesellschaft. Bei dieser Annahme einer gewissen (mehr oder weniger großen) Akteur-Autonomie könnten u.a. die jeweils relevanten ‚Eliten‘ als (intentional handelnde) Akteure die Strukturen bewusst prägen – z.B. nach Präferenzen, Interessen, Normen, etc. (wiederum je nach Einschätzung und Theoriegrundlage des Interpreteurs).

Bei Marx und anderen Strukturperspektiven stehen die Akteure (ob z.B. als „Kapitalist“, „Arbeiter“ oder „Schreibkraft“ verbegrifflicht und vergruppiert) relativ heteronom für die Strukturen. Bei Gramsci und anderen Akteurperspektiven handeln Eliten und Hegemone eher bewusst und relativ willkürlich (mit größerem Spielraum) nach ihren Interessen (u.a.).

So oder so: Die Medien werden in beiden obigen Perspektiven als Abbild von ‚Situation‘ und ‚Struktur‘* interpretiert. Aber entweder struktur-präterminiert und wenig akteur-veränderbar. Oder akteurgeschaffen und weniger struktur-vor-bedingt. Als entweder ein Ausdruck der Struktur oder als ein Abbild der gerade in dieser gesellschaftlichen Position befindlichen Eliten-Akteure.

Diese Eliten (z.B. in den und die Medien) sind strukturistisch gedeutet den Grundstrukturen nachgeordnet und ebenso heteronomer Ausdruck der Sozialsituation. Oder sie können, akteur-autonom/-flexibel interpretiert, als bewusst (u.a. herrschaftssichernde) Strukturen erzeugende Akteure gewertet/’erzählt‘ werden.

Beide Perspektiven können wiederum entweder als mehr oder als weniger von der konkreten Sozialsituation (un)abhängig entstehende Besonderheiten oder Konstanten des menschlichen Zusammenlebens in Gesellschaften interpretiert werden (z.B. als Konstante seit dem vermuteten Entstehen der Sesshaftigkeit nach der ‚Neolithischen Revolution‚, oder allgemein als menschliche Gegebenheit. Oder aber gegensätzlich als Besonderheit ‚moderner‘ Gesellschaften).

Die Ideologien, Symbole und Glaubenssätze der jeweiligen „Verhältnisse“ und Gesellschafts-Situation müssen nicht, aber können in bzw. nach beiden Perspektiven als Apologien/Strukturrechtfertigungen interpretiert werden → Z.B. als Legitimierung der jeweiligen Herrschaft, der Hierarchie oder der Positionsverteilungen und Rollen-Strukturen. Dies gälte für alle (von dieser Gegebenheit oder Veränderlichkeit) betroffenen (siehe oben) Gesellschafts-Formen und -Situationen. Auch z.B. in früheren absolutistischen Zeiten und auch in den (noch vagen, sich eventuell schrittweise klärenden) post-modernen Zeiten (also Grundstrukturen der Gesellschaft[en]), die da kommen mögen/werden.

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* Situation: Die jeweilige (bewusst oder unbewusst) herrschende oder aktuell vorhandene Situation (→ Stand und Strukturverhältnisse) der Gesellschaft.
Strukturen: Die mehr oder weniger pluralistischen (auch je nach Interpretation von ‚Pluralismus‘) Strukturen – in Ökonomie, Kultur, Sozialer Rollenverteilung, u.a.

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