Zum Differenzialismus

Differen t/z ialismus – Etwas „über“/neben/distanziert von der Willkür des „Alles ist gleich“ und/aber weit weg von der aktiven Mono-Ideologie des „Alles ist klar → „unsere“ Ideologie erklärt (den Menschen) alles“.

Begriffe:

  • Aktive (Mono-)Ideologie: Ideologie der Klarheit
  • Passive (Mono-)Ideologie: Ideologie der absoluten Unklarheit

Die postmodernistische Überzeugungskraft hat ihre Kraft/Wucht aus der Unglaubwürdig-“werdung“/-rezeption der wissenschaftlichen Heilserwartung. Die Wissenschaft – vor allem hierbei die Sozialwissenschaft, die Naturwissenschaft kann sich auf funktionale Nützlichkeit berufen – wurde entzaubert → in der Nachfolge der religiösen Heilserwartung, z.B. formuliert als (eine) „Entzauberung der Entzauberung“ [Schmidt-Salomon]. Die Entzauberung, Relativierung etc. der Wissenschaft in der postmodernen (und radikal gedacht durch den Postmodernismus verschiedener Arten) Sichtweise kann nicht nur (temporär, produktiv, etc.) irritieren, sondern (tiefgehend, eventuell lähmend) destruieren → mit der möglichen und eigentlich logisch darin angelegten Schlussfolgerung, dass man es eben gar nicht („objektiv“, „wahrheitlich“, „besser“ etc.) re-konstruieren könne. Und das Sollen wird relativ bzw. eine Frage des Wollens, welches (wiederum) aufgrund des (anzunehmenden, bzw. angenommenen) fehlenden freien Willens des Menschen keine Frage des (Wollen-)Wollens (mehr) ist → Man kann nicht wollen, was man will [Schopenhauer?].

Differenzialismus als Versuch, aus der Postmodernistischen Überzeugungskraft herauszutreten bzw. diese nicht (als passive Mono-Ideologie der absoluten Unklarheit) absolut zu setzen, sondern eine „Idee der relativen Unklarheit“ dagegen/darüber/daneben/daraus zu setzen, zu suchen und wieder neu zu setzen (weiterzuentwickeln). Zuerst zu „setzen“, um überhaupt erst Mal eine Basis für post-post-modernistische Überlegungen zu haben. Dann im Sinne des Kritischen Rationalismus weiterzuentwickeln. Dabei auf Agnostizismus und Subjektivität Rücksicht zu nehmen (im Falle des Differenzialismus sich der postmodernen Ideologiekritik zu stellen und diese eben nicht [ideologisch] „überwinden“ zu wollen, sondern versuchen darüber hinaus zu denken (als Wagnis im Vergleich zur bzw. über die Bequemlichkeit der Absolutsetzung der Negierung im gedanklich saturierten Postmodernismus hinaus), ohne neue Ideologien zu konstruieren. Zumindest ohne neue Mono-Ideologien zu konstruieren und postulieren und dafür zu kämpfen – und damit den gedanklich flexiblen, herausfordernden Grund des konkreten (nicht pauschalen, pauschal bejahenden oder negierenden) Infragestellens (und damit sich auch selbst in Frage stellenden und stellen lassenden → sich bzw. seine Gedanken bishin zum „Heiligsten“/Größten – dem Weltbild – der Kritik stellen/aussetzen) zu verlassen und sich in die Kampfzone/? Der ernsthaften Debatte zu begeben. Vom durchaus verständlichen und Sicherheit und Stabilität versprechenden Sofa der Pauschalierung aufzustehen → Man kann sich ja, so zumindest die theoretische Beruhigung, wieder dorthin setzen, wenn man Ruhe und Erholung braucht.😉

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