Eigentum und Nicht-Eigentum

Fragen:

Konzept des Eigentums → Selbstbestimmung, Fremdbestimmung, sowohl als auch? Weder noch? Eines davon eher?
Konzept des Nicht-Eigentums (möglich?) (wenn ja) → Selbstbestimmung? Wie? Fremdbestimmung, mehr oder weniger als beim Konzept des Eigentums? Oder Eigentumsbegriff und dessen soziale/praktische Wirkung nicht so relevant? Nur ein Produkt der Neuzeit / des Kapitalismus? Und daher kontingent? Oder gerade deshalb für heutige Reflektion sehr relevant bzw. für eine Theorie von Sein und Werden (Stabilität und Wandel) zentral?

Man kann es dualistisch formulieren (Sich) Selbsteigentum (sein) versus (Jemandes) Fremdeigentum bzw. fremdbestimmt (sein). Beides sind abstrakte Dinge, die jeweils mit Leben gefüllt werden (müssen/können).

Was aber ist mit dem- und der-jenigen, derdie das Konzept von Eigentum ablehnt? (Ich z.B. weiß nicht, ob ich das abstrakt und konkret tue).

Kann und sollte dieser Mensch dann versuchen, den Eigentumsbegriff eher pragmatisch zu ignorieren (sozusagen im Richard Rorty-Sinne oder existenzialistisch)? Oder sollte er versuchen, ihn aktiv aufzugreifen und dann zu transzendieren? Also das Sein zu (re-)konstruieren, um das Werden effektiv(er)/erfolgreicher gestalten zu können?

Dafür müssten man sich fragen: Wie relevant ist die Vorstellung vom Eigentum heute? Weniger als früher – so wie heute über das geistige Eigentum debattiert wird und das Eigentum nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch in Frage gestellt wird. Besonders in der virtuellen Welt, aber auch darüber hinaus bzw. unabhängig davon.
Oder ist die Eigentum-ifizierung gerade heute besonders stark, als eine (relativ) weiche Gouvernementalität, die alle Gesellschaftsbereiche erfasst und unter u.a. die Frage stellt: Wem gehört es? Ist also der Eigentumsbegriff, so umstritten er sein mag – oder gerade weil er in vieler Munde ist – heute in mehr Bereichen denn je relevat/vorhanden? Nicht unbedingt direkt oder als rechtliche Form, sondern als Art des Denkens (eben als eine Form von ‚gouvernemental‘)?

Und ist das Eigentum (als Begriff für ein zunächst theoretisch-abstraktes, aber dann sozial wirksames, Phänomen) „überwindbar“/weglassbar? Und sollte mensch es tun? Oder sollte (und kann?) mensch die Definition von Eigentum so ändern, dass sich auch seine praktische Erscheinungsform – und vielleicht sogar seine soziale Wirkung – ändert?

 

 

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