Politische Begriffe: links und rechts

Die einzige (oder zumindest eine logische) meta-subjektive sinnvolle Definition von links und rechts über den jeweiligen einzelnen Zeitkontext (die historische Situation etc.) hinaus ist:

Rechts: Bewahren, was da ist (egal was – das was im jeweiligen Zeitkontext Mainstream ist bis zum Umbruch: Dann anachronistisches Verteidigen des ‚Alten‘ gegenüber dem [moralisch weder besser noch schlechteren, aber eben zeitgeist-angepassterem ‚Neuen‘).
Links: Veränderungsdrang. In stabilen Zeiten besteht kein grundlegender Veränderungsbedarf. Daher ist (konsequent) links deshalb Opposition und die Regierung ist immer diffuse Mitte.

In Umbruchzeiten fällt die bisherige Rechte (als die betonten Bewahrer, d.h. mehr Bewahrer als die Mitte, die wiederum alles ein bisschen und nichts „wirklich“, im tiefsinning-deutschen philosophischen Sinn, ist) als Repräsentantengruppe (nicht als Individuen) aus der Zeit. Die nun von Bewahrern zu Anachronisten gewordenen Akteure (wiederum nicht als Individuen, sondern als Rollen-Repräsentanten ihrer Gruppe[n]) reagieren in einem letzten Aufbäumen gegen den Zahn der Zeit, der bildlich z.B. als Windmühle bekämpft wird. Die Linke als abstrakte Repräsentanten-Gruppe der Veränderung ist nun eventuell voll im Trend. Aber in der Regel eben auch nur symbolisch und mit angezogener Handbremse., Gerade im sozial-demographisch saturierten und sicherheits-tradierten Deutschland. Daher mögen einige Akteure der Veränderungs-Gruppe als Rollenvertreter der schon gespürten „neuen Zeit“ kurzzeitig glänzen. Die Mitte verliert aber nie ihre letzliche Anziehungskraft, auch wenn sie in „wilden“, weil kurzfristig unvorhersehbaren (aber ebenfalls und genau so stark strukturbedingt und -gebunden ablaufenden) Umbruchzeiten temporär ihre Strahlkraft etwas einbüßt und diejenigen unter den Veränderungsgruppen, die technisch (strukturbedingt und geschichtlich zufällig) relativ zum Zeitgeist  und den „Zeichen der Zeit“ etc. passen, temporär die Helden des Moments sind.

Letztlich kehrt alles wieder zur diffusen und anti-konsequenten Mitte zurück. Spätestens wenn die „neue Zeit“, also die neue Grundstruktur und Zeitgeist, sich restrukturiert (Umbruchphase abgeschlossen) hat und etabliert ist (mit z.B. sozusagen neuen Farben, Symbolen etc. die bisherigen Farben und Symbole abgelöst hat und deren Platz [funtkional, symbolisch, sozialkostruktivistisch etc.) ergebnisäquivalent eingenommen hat.

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