Koinobion und Eremos (klingt nett)

Das gern beschworene (und heraufbeschworene) Pendel zwischen Koinobitentum und Eremos ist keines. Es ist beides gleichzeitig, immer in folgendem Verhältnis (vielleicht in verschiedenen kleineren Mengenunterschieden und natürlich in inhaltlichen Unterschieden):

Die Regel (in doppeltem Sinn) und Menge (logischerweise, da eine Gruppenveranstaltung) in modernen Gesellschaften ist: Das Koinobitische. Eine Ausnahme und (logisch) einzeln vorkommend: Das Idiorrhytmische. U.a. in der besonders expliziten Form des Eremitentums. Wenn ein Pendeln als Bild verwendet werden kann, dann als Pendeln der Individuen, nicht des Gesellschaftsaufbaus: U.a. ein geistiges und materielles Bewegen zwischen Masse, Gruppe und Einzelnem.

Es hat im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Verfestigungen der/in Gemeinschaftsrhythmen gegeben (mit bewusst konstruierten/(aus)genutzten oder impliziten/gewachsenen Hierarchien). Und Ausbrüche aus dem Koinobitentum, aus grundsätzlicher – heteronomer oder subjektiver gruppischer oder individualer – Unpassendheit oder aus selbstgeschaffener Kritik an einer Fehlentwicklung im koinobitischen Bereich des Lebens, z.B. zu einer zu strukturkonservierenden (Nicht-)Bewegung, oder einem Hyper-Koinobitizismus. Das ist aber vermutlich eher ein Fall für bzw. die Perspektive der Systemtheorie oder Makrostrukturanalyse und nicht mehr Individual-Lebensphilosophie.

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