Camus und Nicht-Kapitulation

Ein existenzialphilosophischer Weg (theoretisch basiert und praktiziert) ist ein gedachtes und praktizertes Nicht-Vollständig-Hinnehmen des Systemischen und Strukturellen, was faktisch ist (teils materiell und teils konstruiert). Die Revolte gegen eine autoritäre Lesart des Gewichts der Strukturen und Systeme (Camus), z.B. auch als Subversion oder Umgehung durch bewusste aber unvollständige „Kapitulation“ (Tocotronic). Die Kapitulation als Anfang eines nicht (mehr) Akzeptierens, dass es nur diese eine Möglichkeit gibt: Freiwillig folgen oder weggefegt werden. Nein, das „Spiel“ bzw. die Möglichkeiten erweitern. Z.B. durch bewusste, aber fröhlich-nichternste Kapitulation den unausweichlichen Ernst/Autorität der „einen Möglichkeit“ konterkarieren, in Frage stellen, nicht mehr als einziges ernst nehmen. Kapitulation damit als Anfang. Bzw. als subjektiv emotionale Selbstverteidigung, um Kraft zu haben für eine Revolte.

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