Normal ‚ist‘, aber das ist keine Begründung für Handeln

Normal ist einerseits essenziell nicht vollständig festlegbar. In einem technisch-wertfreien Aspekt ist es das, was normiert ist. Im Bereich des Lebendigen (also nicht der genormten Waren) ist das teilweise funktional erklärbar, teils durch gedankliche Faulheit, und teils durch das Sicherheitsstreben vieler Menschen. Normal ist also das Normierte. Das sagt jedoch nichts über den ethischen Gehalt/Zustand aus. Normal kann also theoretisch erst Mal alles von sehr schön bis ethisch schrecklich sein. Normal ist etwas, das mensch wahrnimmt und sich dem stellen muss. Aber sie muss es nicht akzeptieren [existenzialistisches Sein und Handeln], allgemein: wenn es ihr oder ihm nicht gefällt. Vernunftbezogen: wenn es z.B. nicht wahr oder gut ist, wenn es nicht vernünftig ist. Normalität gibt gefühlte Sicherheit, aber sie ist nicht lebendig. Ob mensch ’normal‘ sein will, und ob er dann auch so wirkt (Wirkung ist bei Normalität primär, es ist ein sozial-klassifizierendes Phänomen, es geht um das normale Erscheinen) und so handelt, ist vielleicht zunächst (ohne Reflexion) eine Frage von Charakter und Biografie. Ob mensch sich im Normalen zu Hause fühlt und kein Verlangen nach Individualität hat vermutlich auch.

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