Ausflüge aus dem sozialkulturell und -strukturell vorgegebenen Schauspiel(feld) (möglich?)

(möglich? -> Möglichkeit hier zwischen menschlicher existenzialistischer Freiheit und dem ebenfalls menschlichen (auch-)Dasein als Teil der Strukturen)

Über das Schauspiel(en) im Leben, seinen Anteil und seine eventuell mögliche (z.B. parzielle oder temporäre) Transzendierbarkeit oder Säkularisierung:

Wie jeder Mensch bin ich auch (mit einem Aspekt* meines Daseins und Handelns) einer der Schauspieler auf den Bühnen der verschiedenen sozialen Kontexte. (Deren Zusammenhang wird auf einer gesellschaftlich-sozialen Metaebene** konstruiert.) Die Potenziale und Grenzen der Menschen (die u.a. als soziale Schauspieler agieren) sind dabei aber vermutlich unterschiedlich – je nach dem welche Art von Rolle sie einnehmen (und evtl. in welchem Strukturkontext).
Da ich ausschließlich, und meist kleine, Nebenrollen besetze, habe ich die Möglichkeit, auch mal die jeweilige Szene als nicht fest eingebundener Zuschauer zu betrachten, oder während der Vorstellung woanders hinzugehen und andere Welten (und die Welt aus anderer Perspektive) anzuschauen; eventuell (potenziell) jenseits der gegenseitigen Beschauspielung und Abgestimmtheiten.

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* der vielleicht bei verschiedenen Menschen unterschiedlich großen Anteil und vermutlich unterschiedliche Bedeutung einnimmt.

** Metaebene als die Ebene, auf der die Gesellschaft von uns Menschen abstrakt als (an-gedachtes) Ganzes reflektiert und konzipiert wird. Wo u.a. der Zusammenhang der einzelnen sozialen Bereiche konstruiert/erzählt wird (als eine, mehr oder weniger überzeugende Zusammenhangs- bzw. Gesellschafts-Erzählung, von eventuell verschiedenen möglichen). Und die Metaebene als die Ebene, auf der viele oft (auch, aber nicht nur?) den Bühnenanteil/-aspekt des Lebens und (alle?) einzelnen gesellschaftlichen Bereiche (selbst z.B. das intime Gespräch?) primär als Schau (und Prüfung) für die gesellschaftliche und sozialumfeldliche Bewertung auffassen und praktizieren/reproduzieren. Wo Menschen dann oft den Erzählungsaspekt des Lebens (weitgehend?***) als Nacherzählung dessen praktizieren, was (zurecht oder vermeintlich) als gesellschaftliche Erwartung aufgefasst wird – u.a. nach dem erwarteten/reproduzierten Erzählschema „Mein Haus, meine Karriere, mein Partner etc.“.

Wenn es als “Aufgabe” **** des (als gesellschaftliche Anforderung an den) einzelnen Menschen (von Gemeinschaften wäre es aber vermutlich eher nicht prinzipiell anders) verstanden wird, ein halbwegs kohärentes Narrativ des eigenen Lebens zu konstruieren – mit meist schon sehr fest vorgeformten Bausteinen. Um dann auf Nachfrage auf die Prüfungsfragen antworten zu können: „Wie läuft es mit der Karriere, mit der Wohnung, mit dem Partner, etc.?“.

*** Weitgehend auf vorgefertigte Bausteine zurückgreifend?, z.B. aus Bequemlichkeit oder aus Angst vor Abweichung und Suche nach Sicherheit durch Einfügung. (Oder im Dienste der Systemstabilität, aber das macht ja vermutlich außer Wolfgang Schäuble niemand bewusst.) Im Gegensatz u.a. zum Menschen als „Unternehmer seiner selbst“ [-> Michel Foucault] oder als auf der Suche nach (fragmentarischer) Authentizität und Selbsterfahrung.

**** Beginnt mit einer solchen Einpassung der (un)eigenen Selbsterzählung schon die Selbstaufgabe? Oder ist das zu existenzial-authentizitäts-idealistisch?

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