Helfen durch Produktivität und durch (Semifiktion:) Aufmerksamkeit

Für mich die zwei sekundären Sinnbereiche des Lebens (primären gibt’s nicht, außer das kontrafaktische Camus’sche Nein zur „faktischen“ Sinnlosigkeit): Genuss und Leid-Reduzierung. Hierbei hat, für die Handlungsorientierung, die Leidreduzierung die Priorität.

Die Bereiche Produktivität und gegenseitige Aufmerksamkeit
Die Einen halten das System der Produktivität am Laufen, die Anderen helfen, mit dem System – oder ggf. ohne – zurechtzukommen. Manche fegen durch die Landschaft, andere schauen, was auf dem Weg oder am Wegesrand liegt. Oder ob es mal eine Abzweigung gibt, die interessant wäre zu erforschen. Die Produktiven haben dafür keine Zeit bzw. nicht den Fokus. Arbeitsteilung. Ja. Manchmal passt das eher und manchmal weniger. Ich brauche beides, die Produktivität und das Helfen, beides kann das Leid in der Welt reduzieren (auch teilweise erhöhen, autoritäre Hilfe oder partikulare Produktivität, die – bewusst-absichtlich oder unbeabsichtigt – unter dem Strich mehr schadet als Menschen zu besserem Leben/weniger Leid verhilft).
Ich bin nicht sehr produktiv, aber ich versuche, aufmerksam zu sein und ggf. zu helfen. Ich versuche, idealerweise ein Assistent/Hilfsarbeiter zu sein. Für die Dinge, die übersehen oder im Produktivitätsvorgang nicht oder nur parziell mitberücksichtigt werden (können oder wollen), zu erkennen. Und diesen Aufmerksamkeit zu geben. Und Hilfe/ein für ehrliche Anliegen offenes Ohr etc. anzubieten, selbst als Kommunikationspartner ins Geschehen zu gehen (- ohne von der Dynamik der Produktivität aufmerksamslos zu werden, ohne selbst ein Produktivitätselement zu sein). Sich (bei ehrlicher Rücksicht auf persönliche Energie und Leistungsfähigkeit) einzulassen/hineinzubegeben aus dem halbwegs gesicherten Privaten ins Intersubjektive. Geld habe ich leider wenig, das wäre auch wichtig. Aber andere Dinge kann ich vielleicht anbieten bzw. durch Anwesenheit und Aufmerksamkeit, ein Lächeln oder Gespräche, etwas (Positives, Momente, Linderung, ?) bringen. Das könnte man aus politikstruktureller Sicht als Arbeit an der Beschönigung der (dem besseren Ertragen der/Einrichten in den) falschen Strukturen bezeichnen. Aber diese Einschätzung der Phänomene Produktivität/Helfen und meiner Charakteristika bezüglich dieser ist nicht (konkret-)politikstrukturell gedacht, sondern eine Vermutung, dass diese analytische Aufteilung (Produzieren/Helfen) theoretisch für alle Systeme/Zusammenlebensarten möglich ist. Es ist für mich auch ein Mosaikstein des individuellen Lebens in a-individuellen (strukturalistischen) System und Strukturen, aber eben (vermutet) in allen Strukturen, nicht bezogen auf das derzeitige System.

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